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09.02.2010

Fachtag "Mädchen & Alkohol": Trinken bis nichts mehr geht – immer mehr Mädchen mit Alkoholvergiftung

München, 09.02.2010 - Bundesweit ist der Trend zum exzessiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen - das so genannte Komasaufen oder Rauschtrinken - ungebrochen, und inzwischen sind die Hälfte dieser Jugendlichen Mädchen. Dies fällt bisher vor allem im pädagogischen Alltag auf, beispielsweise wenn Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen von alkoholbedingten Blackouts auf Festen erfahren. Auch in den Krankenhäusern steigt die Anzahl der Fälle, wo Mädchen aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden müssen. Und auf den Polizeistationen registrieren die Beamten vermehrt Vergewaltigungen von jungen betrunkenen Opfern. In Wissenschaft und Forschung ist das Thema bisher selten aufgegriffen worden, und viel zu selten wurde hinterfragt: Was haben Mädchen vom Komasaufen?

Am 9. Februar 2010 lenkte der Fachtag „Mädchen und Alkohol" an der Hochschule München Aufmerksamkeit auf das Thema und ermöglichte einen Erfahrungsaustausch von Fachkräften aus Praxis und Wissenschaft. Organisatorinnen des Fachtags waren die Kontakt- und Informationsstelle für Mädchenarbeit IMMA e.V., der Präventions- und Suchthilfeverein Condrobs sowie die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München.

Gefragt wurde nach den Hintergründen für das Verhalten der Mädchen, nach möglichen Ansatzpunkten für Prävention, und danach, welche Fragen sich Praxis, Politik und Forschung zukünftig stellen müssen, um die geschlechtsspezifischen Aspekte des Alkoholkonsums besser verstehen zu können. Vor allem aber stand der Austausch von Fachkräften, die mit Mädchen arbeiten, im Zentrum der Veranstaltung.

Zwei Vorträge gibt es hier zum Download. Weitere Informationen gibt es bei Prof. Dr. Maria Rerrich:

Hochschule München
Prof. Dr. Maria S. Rerrich
Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften
Am Stadtpark 20, 81243 München
T. 089/1265-2324, FAX 089/1265-2330
E-Mail: rerrich@hm.edu


Über Condrobs e.V.

Condrobs e.V. steht mit seinen vielfältigen Angeboten und 34 Einrichtungen und 5 Außenstellen in Oberbayern und Schwaben für innovative Konzepte in der Prävention und Suchthilfe. Mit vielfältigen und individuell abge­stimmten Angeboten hilft Condrobs Suchtgefährdeten und -kran­ken, aus ihrer Sucht auszusteigen und in ein selbst bestimmtes, gesundes Leben sowie in Arbeit zurückzu­kehren. Parallel dazu berät und unterstützt Condrobs auch die Angehörigen. Schutz und Prä­ventionsmaßnahmen vor allem für Kinder und Jugendliche in Schule und Familie sind ein Hauptanliegen von Condrobs e.V., der 1971 gegründet wurde. Weitere Informationen unter www.condrobs.de.


Über IMMA e. V.
IMMA e.V. ist Trägerin von fünf Einrichtungen der Jugendhilfe und setzt sich ein für die Verbesserung der Situation von Mädchen und jungen Frauen in München. IMMA unterstützt Mädchen und junge Frauen, der Eltern und andere Bezugspersonen sowie Fachkräfte bei unterschiedlichen Problemstellungen. Ein Schwerpunkt liegt bei sexualisierter Gewalt und anderen Traumatisierungen.

 


Vortrag Prof. Dr. med Christel Zenker, MPH, FH Münster
Vortrag Dr. Martin Stolle, Oberarzt, Facharzt für Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Dt. Zentrum f. Suchtfragen des Kindes- u. Jugendalter, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


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