München, 14. November 2018 – Das Modellprojekt "BayTHN – Take-Home-Naloxon in Bayern" ist kürzlich gestartet. Im Rahmen dieses Projektes werden Drogengebraucher*innen darin geschult, wie sie im Fall einer Überdosis das Opiat-Gegenmittel Naloxon einsetzen und damit Leben retten können. Naloxon kann die atemlähmende Wirkung von Opiaten sehr schnell aufheben. In ganz Bayern sollen bis Anfang 2020 etwa 450 Drogengebraucher*innen geschult und mit Naloxon ausgestattet werden. Allein in München sollen 100 Opiatkonsument*innen geschult werden. Condrobs bietet die Naloxon-Schulungen in seinen Kontaktläden in München an:

Termine für Naloxon-Trainings bei Condrobs in München in 2018:


Mittwoch, 12. Dezember 2018: Kontaktladen off+ Freitag, 18. Januar 2019: Kontaktladen limit

Auch in Ingolstadt wird sich Condrobs mit dem Kontaktladen StayIn am Bayerischen Naloxon-Modellprojekt beteiligen. Dort sind die ersten Schulungen für Anfang 2019 geplant.

Pilotprojekt wird wissenschaftlich begleitet

Das Naloxon-Modellprojekt dauert zwei Jahre und wird wissenschaftlich begleitet sowie evaluiert. Im Zuge des Projektes sollen die Teilnehmer*innen mit aktuellem Opiatkonsum oder bestehender Substitution ein Naloxon-Notfallkit mit einem Naloxonnasenspray erhalten. Bestenfalls haben sie dies immer dabei und ihre Begleitung darüber informiert. Denn: „Wenn es zur Überdosis kommt, dann können sich die Konsument*innen das Naloxon nicht mehr selbst verabreichen“, erklärt Olaf Ostermann, Stellvertretender Bereichs-Geschäftsführer Angebote für Ältere und niedrigschwellige Hilfen bei Condrobs. Das Notfallkit kann jede*r anwenden.

Condrobs bringt Erfahrung mit Naloxon-Schulungen mit

Im Zeitraum von April 2016 bis September 2018 hat Condrobs schon das Naloxon-Take-Home-Programm München initiiert und durchgeführt. Im Zuge dessen wurden insgesamt 152 Klient*innen in den Kontaktläden off+, limit und Pedro geschult und 116 Drogengebraucher*innen haben ein Naloxon- Notfallkit erhalten. Mit positivem Effekt. „Zehn Mal wurde das Notfallkit bereits erfolgreich eingesetzt und zehn Leben konnten somit gerettet werden“, berichtet Olaf Ostermann und ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass das Modellprojekt nun gestartet ist und die Naloxon-Trainings weitergehen“.