Podiumsdiskussion

Antisemitismus heute - warum und wie müssen wir handeln?

Am Dienstag, 22.1.2019 fand in den Konferenzräumen des Integrationsprojekts Kistlerhofstraße eine Podiumsdiskussion der Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung und Condrobs mit dem Titel : "Deutschland. Das nächste Kapitel: Antisemitismus heute - warum und wie müssen wir handeln?" statt.

Eingeladen hat dazu der Student Johannes Stark, der den Abend vor etwa 60 Gästen eröffnete. Es entwickelte sich eine spannende und zum Teil kontrovers diskutierte Diskussion, wo Antisemitismus beginnt, was darunter zu verstehen ist und wie er subjektiv unterschiedlich wahrgenommen wird. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Journalistin Paulina Fried. Am Ende waren sich alle einig, dass das Vorgehen gegen Antisemitismus eine Aufgabe ist, die nur gemeinsam und durch couragiertes Auftreten im Alltag zu meistern ist.

Nach gut zwei Stunden Debatte, ließen die Gäste die gelungene Veranstaltung noch in intensiven Gesprächen und dem Buffet von VivaClara ausklingen.

Gestellte Fragen

• Wie gelingt es uns, Judenfeindlichkeit in Deutschland aufzudecken, ohne jüdische Bürgerinnen und Bürger in eine Opferrolle zu stellen?
• Wie können wir Aussagen über Antisemitismus auf gesellschaftlicher Ebene treffen, ohne pauschalisierend über bestimmte Bevölkerungsgruppen zu urteilen?
• Welche Rolle spielt die Israel-Kritik deutscher PolitikerInnen und Medien in Bezug auf kollektive antisemitische Narrative? Wie weit darf Israel-Kritik gehen? Wo müssen Grenzen gezogen werden?
• Welche Verantwortung tragen der deutsche Staat und die jüdischen Gemeinden in Bezug auf die Aufklärung über den Kampf gegen Antisemitismus? Welche Verantwortung trägt jeder einzelne von uns?

Referent*innen

• Nicola Hieke, Leiterin der "Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus"
• Richard Volkmann, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
• Dr. Oren Osterer, Gründer von Poleges - Beratung zwischen Politik-Wirtschaft-Gesellschaft
• Terry Swartzberg, Ethical Campaigner (u.a. „Stolpersteine“, Selbstversuch „Leben mit Kippa“)
• (Skype) Dr. Antonia Schmid, persönliche Referentin des Bundesbeauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

Moderation: Paulina Fried, Journalistin
 

 

Fotos (c) Michael Ruml