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Das Scheitern des „War on drugs“

Wie eine neue Drogenpolitik endlich Erfolge verbuchen kann

Der „Kampf gegen Drogen“, er ist eine unendliche Geschichte. Besonders erbittert tobt er dort, wo die Hauptfeinde vermutet werden: in Ländern, in denen berüchtigte Drogenkartelle eine Heimat gefunden haben und von wo aus sie die Welt mit ihrem Gift versorgen.

Ob Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Afghanistan – immer wieder ist zu hören, lesen und sehen, wie der Krieg gegen die Mafia geführt wird. Und immer wieder gibt es vereinzelte Erfolgsmeldungen. Mal werden ein paar Tonnen Drogen beschlagnahmt, mal ein führender Kopf eines Kartells eliminiert.

Keine reale Verbesserung

Dass der „War on drugs“ in Wahrheit aber als gescheitert angesehen werden kann, traut sich kaum jemand zu sagen. Die Drogenindustrie boomt trotz jahrzehntelanger Bemühungen, sie abzuschaffen. Neue Suchtmittel sprießen aus dem Boden und unzählige Personen bereichern sich an deren Verkauf. Volle Härte gegen die Strippenzieher? Mitnichten. Der Hardliner-Kurs trifft für gewöhnlich Konsumierende oder kleine Dealer. Es kann festgehalten werden: diese Drogenpolitik ist mehr Populismus denn pragmatisches Vorgehen für eine tatsächliche Besserung des Ist-Zustands.

Forderungen nach Veränderungen

Aber was ließe sich unternehmen? Condrobs hat hierzu schon des Öfteren deutlich Stellung bezogen und sich für eine neue Suchtmittelpolitik ausgesprochen.

Unter diesem sehr weiten Punkt finden sich gleich mehrere wichtige Forderungen.

Es ist Zeit für eine an der Realität ausgerichteten, den martialischen „War on drugs“ ablösende Drogenpolitik. Weitere verschwendete Jahrzehnte im Kampf gegen nicht auszumerzende kriminelle Strukturen, in dem tatsächlich nicht die Kartelle, Banden oder Organisationen, sondern die Gebrauchenden in der Fülle die härtesten Strafen erhalten, kann man sich schlicht nicht mehr leisten.

[Forderungen nach Konsumräumen, Substitutionsausbau usw. wurden auch während des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen laut. Mehr dazu hier [6]]