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Positionspapier: Integration sichern – Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

Die aktuelle Fokussierung der Politik auf restriktive Maßnahmen wie die GEAS-Reform, die Konzentration auf eine härtere Umsetzung von Rückführungen, das Auslaufen des Chancen-Aufenthaltsrechts und die Einstellung der durch das Bundesamt für Migration und Flucht finanzierten Sprachkurse gefährden massiv die bereits erzielten und zukünftigen Integrationserfolge von Erwerbstätigen, Auszubildenden und Familien, die in die Bundesrepublik Deutschland zugewandert sind. Zudem bedroht die Zunahme von rassistischen und fremdenfeindlichen Narrativen den sozialen Frieden und Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Condrobs spricht sich vor diesem Hintergrund dafür aus, dass der Schutz und die Integration von Menchen, die nach Deutschland flüchten zentrale Aufgabe von Politik und Gesellschaft sein muss.

Unser Selbstverständnis: Vielfalt, Offenheit und Akzeptanz

Condrobs steht für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, geschlechtlicher Identität oder sozialem Status das Recht auf Teilhabe, Solidarität und Hilfe in Notlagen hat. Unsere tägliche Arbeit in der Prävention und unseren sozialen Hilfsangeboten ist getragen von der Überzeugung, dass Vielfalt eine Stärke und Offenheit sowie Akzeptanz die Grundlagen erfolgreicher Hilfsangebote sind.

Wir positionieren uns gegen menschenverachtende, fremdenfeindliche, antidemokratische, antisemitische oder rassistische Einstellungen und Haltungen. Sie widersprechen fundamental unseren Werten und unserem Leitbild und sind mit dem Auftrag und den Zielen unserer Arbeit nicht vereinbar.

1. Erfolgreiche Integration – Was ist notwendig?

Eine gelingende Integration erfordert sowohl notwendige strukturelle Bedingungen als auch die Offenheit der aufnehmenden Gesellschaft. Sie erfordert die Bereitstellung von Perspektiven und Ressourcen, die Menschen, die nach Deutschland geflüchtet bzw. migriert sind, die Möglichkeit geben, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und als Teil der Gesellschaft angenommen zu werden.

2. Grundrecht auf Asyl

Condrobs bekennt sich uneingeschränkt zum Grundrecht auf Asyl als fundamentales Menschenrecht und zentrale Errungenschaft unserer Demokratie. Das Grundrecht auf Asyl ist durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, durch die Genfer Flüchtlingskonvention und die UN-Kinderrechtskonvention geschützt. Wir treten dafür ein, dieses Grundrecht und somit die Rechte auf Schutz und Wohnraum sowie die Würde von Geflüchteten zu wahren.

3. GEAS-Reform und die „Rückkehroffensive“

Die aktuelle EU-Asylreform (GEAS) und die Verstärkung der sogenannten „Rückkehroffensive“ der Bundesregierung betrachten wir mit großer Sorge und sehen darin einen gravierenden Rückschritt in der Asyl- und Migrationspolitik. Die GEAS-Reform führt zu einer erheblichen Verschärfung der Asylverfahren. Das Ziel der „Rückkehroffensive“, alle Schutzsuchenden aus mutmaßlich sicheren Drittstaaten verstärkt in diese oder ihre Herkunftsländer zurückzuführen, unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts in Deutschland und ihrer bisherigen Leistungen, widerspricht dem humanitären Grundgedanken der Asylpolitik und verstärkt die Isolation und Segregation vieler Geflüchteter.

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete sind mit Eintritt in die Volljährigkeit zunehmend gezwungen, über Erwerbstätigkeit einen Aufenthaltstitel zu erwerben oder zu sichern. Damit haben die oftmals zunächst notwendige Entwicklungsförderung, Spracherwerb und psychische Stabilisierung nicht den nötigen Vorrang. Dies behindert Integrationsprozesse und erschwert eine gelingende Lebensführung.

4. Erforderliche Maßnahmen

Damit Integration weiter gelingt ist, ist die Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe weiterhin wichtig und notwendig. Dafür braucht es: 

 

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