• Digitale Mediennutzung: Chancen und Risiken

    In der digitalen Welt von heute ist Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche wichtiger denn je. Mit dem von der Techniker Krankenkasse Bayern geförderten und evaluierten Peer-Projekt „Netzgänger 3.0“ bietet Condrobs e.V. ein umfassendes Konzept zur Förderung eines sicheren und verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien an bayerischen Schulen an.

    Die Techniker
    Condrobs
    University of Bamberg

    Das Projekt kurz erklärt

    Das Präventionsprojekt Netzgänger 3.0 vermittelt Schüler*innen zwischen zehn und zwölf Jahren einen risikoarmen, reflektierten und funktionalen PC- und Internetgebrauch.

    Dafür werden Schüler*innen der 9. Klasse (Realschulen) bzw. ab der 9. Klasse Gymnasium von Condrobs zu Peer-Tutor*innen ausgebildet. In Tutorien, die in eigenständiger Organisation an den Schulen stattfinden, vermitteln sie ihr Wissen an die Schüler*innen der 5. oder 6. Klasse. Unter Ablauf wird dieser ausführlich dargestellt. Im Anschluss an das Projekt findet ein Elternabend an der Schule statt, der von Condrobs und den Peers geleitet wird. Jede Schule, die sich zur Teilnahme am Projekt Netzgänger 3.0 entscheidet, verpflichtet sich gleichzeitig einen Elternabend durchzuführen.

    Presse: Techniker Krankenkasse – Digi­ta­li­sie­rung: Eltern die Ängste nehmen und ihre Kinder aufklären, ein Interview mit Patrick Hey, Abteilungsleiter für Prävention und ambulante Angebote von Condrobs.

    Informationen für interessierte Schulen

    Ihre Vorteile
    • Kostenfreie Teilnahme durch TK-Förderung
    • Modularisierter Konzeptaufbau inklusive aller Materialien
    • Nachhaltiger Kompetenzaufbau
    • Einbindung verschiedener Zielgruppen
    • Praxiserprobtes und evaluiertes Konzept
    • Professionelle Durchführung durch unsere Präventionsfachkräfte

    Gerne stellen wir Ihnen unser Projekt in einem persönlichen Gespräch vor und besprechen mit Ihnen die Umsetzungsmöglichkeiten an Ihrer Schule.

    Unser ganheitlicher Ansatz

    Wir setzen bei Netzgänger 3.0 auf eine ganzheitliche Medienkompetenzförderung. Das bedeutet, wir schulen 9. und 10.-Klässler*innen (Peers) Ihrer Schule in vier verschiedenen Tutorien. Diese führen das Projekt dann in der 5. oder 6. Jahrgangsstufe durch. Gleichzeitig schulen wir Lehrkräfte an Ihrer Schule, damit das Projekt professionell und nachhaltig umgesetzt werden kann. Und schließlich informieren wir die Eltern Ihrer Schüler*innen in einem Elternabend über das Projekt.

    Lehrkräfteschulung: Es werden 1 – 3 Lehrkräfte und/oder pädagogische Fachkräfte der Schule in einer zweitägigen Fortbildung mittels Multiplikator*innenansatz geschult.

    Peerausbildung: Es werden Schüler*innen der 9. bis 11. Jahrgangsstufe von qualifizierten Fachkräften von Condrobs e.V. in jeweils vier Tutorien ausgebildet. 

    Elternabend: Es wird ein Elternabend für alle erziehungsberechtigten Personen deren Kinder/ Jugendliche am Projekt teilgenommen haben von einer qualifizierten Fachkraft von Condrobs e.V. gemeinsam mit den Peers durchgeführt.

    Inhalte von Netzgänger 3.0

    Thematisch ist das Projekt Netzgänger 3.0 in vier Tutorien (Themenschwerpunkte) aufgeteilt. Diese bauen inhaltlich aufeinander auf. Methodisch setzt Netzgänger 3.0 auf interaktive, lebensweltorientierte Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der modernen Mediennutzung. Im Vordergrund steht neben der Aufklärung die aktive Lebens- und Medienkompetenzförderung.

    • Cybermobbing: Prävention und Handlungsstrategien (für Betroffene und Beteiligte)
    • Virtuelle Spielwelten: Suchtprävention und gesunde Nutzung
    • Smart im Netz: Risikoarme Internetznutzung für Kinder und Jugendliche
    • Soziale Netzwerke: Kommunikation im Internet
    Voraussetzung zur Teilnahme an Netzgänger 3.0

    Grundsätzlich können bayernweit alle Realschulen und Gymnasien, sowie Gesamtschulen, Waldorfschulen und Montessori-Schulen am Projekt teilnehmen.

    Teilnehmende Schulen müssen das Projekt nach der Peerschulung zeitnah umsetzen.

    Das Projekt erfordert räumliche, personelle und zeitliche Ressourcen.

    Durchführungsfahrplan
    1. Kontaktformular ausfüllen
    2. Persönliches Gespräch (Wir melden uns bei Ihnen)
    3. Anmeldeformular mit Terminwahl
    4. Vertragsabschluss
    5. Vorbereitung der Peer- und Lehrkräfteschulung (Auswahl der Peers und Fachkräfte) in München
    6. Peer- und Lehrkräfteschulung (zweitägige Lehrkräfte- und eintägige Peerschulung)
    7. Planung und Organisation an der Schule
    8. Umsetzung des Projektes in der 5. oder 6. Jahrgangsstufe
    9. Elternabend
    10. Evaluation

    Kontaktieren Sie uns!

  • Information und Kommunikation haben sich im Alltag Jugendlicher und junger Erwachsener in weitere öffentliche Räume, nämlich Social-Media-Plattformen und über Messenger, etabliert.

    Das Projekt „Digitale Streetwork im Bereich Sucht“ stellt ein internetbasiertes, aufsuchendes und leicht zugängliches Beratungs- und Unterstützungsangebot für junge konsumierende Menschen dar. Dadurch können auch diese erreicht werden, die kaum Zugang zu analogen Beratungsangeboten haben.

    Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt das von Condrobs e.V. gemeinsam mit ANAD Versorgungszentrum Essstörungen des AWO Bezirkverband Oberbayern e.V. (ehemalig ANAD e.V.), der Drogenhilfe Schwaben gGmBH, mudra e.V., mindzone und der Landesstelle für Glücksspielsucht umgesetzt wird.

    Durch eine Vielzahl von Kommunikationsmöglichkeiten schaffen die verschiedenen Akteur*innen von DigiStreet einen leichten Zugang zu Beratung und Unterstützung für junge Menschen.

    Aktuelles aus dem Projekt findet sich auf den Instagramseiten der Träger:

    1. Platz - 9. IBK Preis für Gesundheitsförderung und Prävention 2026

    Wie funktioniert das?

    Die Streetworker*innen suchen aktiv Chaträume und Foren auf, informieren sich über neue Trends und nutzen die Vielfalt der Plattformen. Dort sprechen sie mit den Jugendlichen z.B. über Themen wie Sucht und Konsum, Wohnen/Unterkunft, Schule/Ausbildung, Geld/Schulden, Familie, Gewalt, Sexualität und Krankheit. Durch die regelmäßigen Einsätze schaffen sie in diesen Räumen Bekanntheit und Vertrauen.

    Das Angebot setzt die Prinzipien der Niederschwelligkeit, Lebensweltorientierung, Vertrauen, Transparenz, geschlechtergerechtem Arbeiten, Verbindlichkeit und Freiwilligkeit sowie Parteilichkeit und Akzeptanz der Zielgruppe um.

    Auf dieser Basis kann auch im geschützten, anonymen und datensicheren Condrobs-Chatbereich informiert, beraten und in spezifischere Institutionen und weiterführende Hilfen vermittelt werden. Zudem kann jederzeit über den Live Chat niedrigschwellig eine Beratung angeboten und durchgeführt werden.

  • Digitale Medien gehören zum Alltag. Für manche Menschen wird daraus eine Belastung: Das Zocken nimmt überhand, das Handy lässt sich kaum noch weglegen, und Schule, Arbeit oder Beziehungen leiden.

    Condrobs berät Jugendliche, Erwachsene und Eltern bei problematischem Medienkonsum, vertraulich, auf Wunsch anonym und kostenfrei.

    Hilfe und Beratung für Jugendliche

    Du machst dir Sorgen um dein eigenes Nutzungsverhalten oder um das von Freund*innen oder Familie?

    Die Jugendsuchtberatung von Condrobs unterstützt dich bei Themen wie Gaming, Social Media, Streaming und Online-Käufen. Sie richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von etwa 10 bis 21 Jahren.

    Das erste Gespräch kostet nichts und verpflichtet dich zu nichts. Nach einem ersten Klärungsgespräch zeigt sich, was weiterhilft: ein einzelnes Gespräch, regelmäßige Beratung oder die Vermittlung an eine andere Anlaufstelle.

    Außerhalb der Jugendsuchtberatungen in München beraten dich auch die Suchtberatungsstellen von Condrobs.

    Wenn du lieber erstmal online schreiben möchtest: Die Digitale Streetwork bietet anonyme Beratung per Chat.

    Hilfe und Beratung für Erwachsene

    Wenn die eigene Mediennutzung zur Belastung wird, unterstützen die Suchtberatungsstellen von Condrobs bei der Einschätzung der Situation und bei der Suche nach passenden Hilfen. Alle Suchtberatungsstellen beraten Menschen mit problematischem Medienkonsum und Medienabhängigkeit. Je nach Bedarf vermittelt Condrobs in weiterführende Hilfen.

    Besonderes Angebot: In der Suchtberatungsstelle Pasing gibt es zusätzlich eine spezialisierte Beratung bei Medienabhängigkeit und, bei entsprechender Indikation, eine ambulante Rehabilitation. Dort läuft auch ScreenControl, ein kostenloses Gruppenprogramm für Volljährige mit zehn Sitzungen. Ziel sind ein selbstbestimmter Medienkonsum und mehr Lebenszufriedenheit.

    Häufige Fragen rund um Mediennutzung und problematischer Medienkonsum

    Wann sollte bzw. wo kann man sich Hilfe holen?
    • Wenn der Medienkonsum das tägliche Leben beeinträchtigt, z. B. Arbeit, Schule, soziale Beziehungen oder Gesundheit.
    • Wenn Sie merken, dass Sie ohne digitale Medien unruhig oder gereizt werden.
    • Wenn Sie wiederholt versuchen, Ihre Bildschirmzeit zu reduzieren, aber es nicht schaffen.

    Betroffene dürfen sich gerne an die Beratungsstellen von Condrobs wenden. Die Beratungsgespräche unterliegen der strikten Schweigepflicht nach § 213 StGB, eine anonyme Beratung ist möglich. Es entstehen keine Kosten, Spenden zur Unterstützung der Arbeit sind willkommen.

    Bin ich abhängig?
    • Verbringen Sie mehr Zeit online, als Sie wollen?
    • Fühlen Sie sich unruhig oder gereizt, wenn Sie Ihr Handy nicht nutzen können?
    • Vernachlässigen Sie wichtige Dinge?
    • Haben Sie schon mal versucht, Ihre Bildschirmzeit zu reduzieren, aber es nicht geschafft?

    Das sind wichtige Warnsignale. Lassen Sie sich beraten, wenn Sie unsicher sind.

    Welche körperlichen Beschwerden können durch exzessiven Medienkonsum entstehen?
    • Augenbelastung und trockene Augen durch langes Starren auf Bildschirme.
    • Kopfschmerzen durch übermäßige Bildschirmzeit oder schlechte Haltung.
    • Haltungsschäden und Verspannungen durch falsche Sitzposition oder ständiges Handyhalten.
    • Schlafstörungen durch blaues Licht von Bildschirmen, besonders vor dem Schlafengehen.
    Wussten Sie, dass exzessiver Medienkonsum Ihre Aufmerksamkeitsspanne verkürzen kann?

    Studien zeigen, dass häufige Ablenkungen durch digitale Medien es schwieriger machen, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Ein bewusster, strukturierter Umgang mit Medien kann helfen, die Konzentrationsfähigkeit zu erhalten oder wieder aufzubauen.

    Welche Strategien gibt es, um weniger Zeit am Handy zu verbringen?
    • Apps zur Begrenzung der Bildschirmzeit nutzen.
    • Bewusste Offline-Zeiten einplanen, z. B. beim Essen oder vor dem Schlafengehen.
    • Digitale Fastenzeiten ausprobieren, z. B. einen medienfreien Tag pro Woche.
    • Bewusst hinterfragen, warum Medien genutzt werden: Langeweile, Stress oder ein echtes Bedürfnis nach Information?
    • Alternative Freizeitbeschäftigungen entwickeln, die Freude bereiten.
    Was passiert im Gehirn, wenn ich Likes oder Nachrichten bekomme?

    Das Belohnungszentrum wird durch die Ausschüttung von Dopamin aktiviert. Dadurch entsteht ein kurzfristiges Glücksgefühl, das zur Gewohnheit und in manchen Fällen zur Abhängigkeit führen kann.

    Haben Sie schon einmal Social Media genutzt und sich danach schlechter gefühlt als vorher? Warum?

    Oft liegt es an Vergleichen mit anderen, unrealistischen Idealen oder negativen Nachrichten. Viele Inhalte auf Social Media sind stark inszeniert und spiegeln nicht die Realität wider. Ein achtsamer Konsum und das bewusste Folgen von inspirierenden, positiven Inhalten können helfen, negativen Einflüssen entgegenzuwirken.

    Was mache ich, wenn mein Kind, meine Partnerin oder mein Partner, eine Freundin oder ein Freund zu viel am Handy ist?

    Angehörige dürfen sich ebenfalls an Condrobs wenden. Beraten werden Eltern, Partner*innen, Geschwister, Freund*innen und andere Angehörige. Die Beratungsgespräche unterliegen der strikten Schweigepflicht nach § 213 StGB, eine anonyme Beratung ist möglich. Es entstehen keine Kosten, Spenden zur Unterstützung der Arbeit sind willkommen.

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