• Worauf Sie achten können

    Ihr Kind wirkt distanzierter, verbringt viel Zeit allein oder am Handy, und Sie fragen sich: Ist das einfach eine Phase oder sollte ich genauer hinschauen? Dieses Gefühl ernst zu nehmen ist der erste, wichtige Schritt. Sie müssen nicht warten, bis aus einer Sorge ein echtes Problem geworden ist.

    Die folgenden Signale ersetzen keine Diagnose. Sie sollen Ihnen bei der Einschätzung helfen, wann ein offenes Gespräch – mit Ihrem Kind oder erstmal nur mit uns – sinnvoll sein könnte.

    Warnsignale erkennen

    Bei Alkohol, Drogen oder Medikamenten

    • Ihr Kind zieht sich zunehmend von der Familie oder langjährigen Freund*innen zurück und wechselt plötzlich den Freundeskreis
    • Schulleistungen oder Interessen, die vorher wichtig waren, lassen spürbar nach
    • Geld oder Wertgegenstände verschwinden ohne Erklärung oder es wird auffällig oft nach Geld gefragt
    • Stimmungsschwankungen wirken stärker oder unberechenbarer als üblich
    • Körperliche Anzeichen wie gerötete Augen, ein ungewöhnlicher Geruch, verändertes Ess- oder Schlafverhalten

    Bei Medien, Gaming oder Social Media

    • Bildschirmzeit lässt sich kaum noch begrenzen, Versuche, sie zu reduzieren, scheitern wiederholt
    • Ihr Kind wirkt unruhig, gereizt oder aggressiv, sobald das Gerät weggenommen wird oder die Internetzeit vorbei ist
    • Verabredungen mit Freund*innen, Sport oder Hobbys treten zunehmend hinter die Online-Zeit zurück
    • Schlaf verschiebt sich deutlich nach hinten, weil nachts noch online gespielt oder gescrollt wird

    Bei Glücksspiel oder Wetten

    • Ihr Kind spricht häufig über Wetten, Gewinne oder Verluste, auch ungefragt
    • Es gibt unklare Geldbewegungen, geliehenes Geld oder plötzliche finanzielle Engpässe ohne erkennbaren Grund
    • Rund um Online-Aktivitäten wird es heimlich: gelöschter Browserverlauf, Apps, die schnell weggeklickt werden

    Präventionsangebote für Eltern

    Warten Sie nicht ab, bis etwas passiert. Bei Elternabenden, in der Beratung und in unseren Fortbildungen bekommen Sie schon vorher Orientierung und konkrete Hinweise für den Alltag.

    Fragen und Antworten zur Prävention

    Ich habe nur ein ungutes Gefühl, aber nichts Konkretes. Kann ich trotzdem mit Ihnen sprechen?

    Ja, auf jeden Fall. Sie müssen kein akutes Problem benennen können, um sich Rat zu holen. Ein ungutes Gefühl reicht als Anlass völlig aus.

    Mein Kind weiß nichts davon, dass ich mich beraten lasse. Ist das ein Problem?

    Nein. Sie können sich informieren und beraten lassen, ohne dass Ihr Kind davon erfährt. Wie und ob Sie das Thema später ansprechen, entscheiden Sie.

    Gibt es Elternabende oder Veranstaltungen, zu denen ich einfach kommen kann?

    Ja. Wir bieten regelmäßig Elternabende und Präventionsveranstaltungen an Schulen und Bildungseinrichtungen an. Details finden Sie bei unseren Präventionsangeboten oben.

  • Sie müssen nicht sofort die Lösung haben

    Sie spüren, dass bei Ihrem Kind etwas nicht stimmt – aber Sie wissen nicht genau, was, und noch weniger, was Sie tun sollen. Das ist ein völlig normaler Ausgangspunkt. Sie müssen kein fertiges Problem mitbringen und keine Lösung parat haben, um sich Rat zu holen.

    Manchmal reicht schon ein erstes Gespräch, um wieder klarer zu sehen – für Sie und für die ganze Familie.

    So unterstützen wir Familien

    Ambulante Erziehungshilfe (AEH)

    Schnelle, unkomplizierte Hilfe für die ganze Familie – bei aktuellen Problemen oder Konflikten, die sich schon länger aufgebaut haben.

    Mehr zur AEH

    Elternberatung im Familienzentrum

    Offen für alle Fragen des Familienalltags, ohne Anmeldung, ohne Hürden – auch für ein einzelnes Gespräch, ohne dass gleich ein Fall daraus wird.

    Zu den Familienzentren

    Wenn eher Ihr Kind selbst Ansprache braucht

    Manchmal ist es leichter für ein Kind oder einen Jugendlichen, mit jemand anderem zu sprechen als mit den eigenen Eltern – das ist normal und kein Zeichen, dass etwas bei Ihnen schiefläuft. Dafür gibt es eigene, niedrigschwellige Anlaufstellen:

    Offene Jugendtreffs

    Einfach vorbeikommen, ohne Anmeldung

    Jugendtreffs und Jugendcafés

    Schulsozialarbeit

    Wenn’s in der Schule gerade nicht rundläuft.

    Schulsozialarbeit

    Fragen und Antworten für Eltern

    Muss ich mein Kind zum ersten Gespräch mitbringen?

    Nein. Sie können zunächst allein Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen. Gemeinsam schauen wir dann, ob und wann es sinnvoll ist, Ihr Kind mit einzubeziehen.

    Was ist der Unterschied zwischen AEH und Elternberatung?

    Elternberatung eignet sich gut für ein erstes Gespräch – auch einmalig, ohne dass daraus automatisch mehr wird. Die Ambulante Erziehungshilfe (AEH) ist eine engmaschigere Begleitung über einen längeren Zeitraum, wenn die Situation komplexer ist oder schon länger andauert. Welcher Weg passt, lässt sich am besten im Gespräch klären.

    Mein Kind will nicht mit mir reden – was kann ich trotzdem tun?

    Sie können sich unabhängig davon beraten lassen, ob Ihr Kind gerade offen für ein Gespräch ist. Gleichzeitig gibt es niedrigschwellige Anlaufstellen wie Jugendtreffs oder Schulsozialarbeit, bei denen Ihr Kind vielleicht eher bereit ist, sich jemand anderem zu öffnen.

  • Sie sind nicht allein damit

    Vielleicht machen Sie sich Sorgen, wie es mit den Kindern weitergeht, wenn jemand in Ihrer Familie mit Alkohol, Drogen, Medikamenten oder einer anderen Sucht kämpft. Das mit anzusehen ist oft genauso belastend wie die Sucht selbst.

    Sie dürfen sich genauso Hilfe holen wie die Person, um die Sie sich sorgen – unabhängig davon, ob sie selbst schon bereit dazu ist.

    Eltern und andere Angehörige können sich mit ihren Fragen und Sorgen direkt an eine Beratungsstelle wenden – unabhängig davon, ob die betroffene Person selbst schon Hilfe sucht. Im Gespräch geht es darum, die Situation gemeinsam einzuordnen, Ihren eigenen Umgang damit zu stärken und mögliche nächste Schritte zu besprechen.

    Niemand muss sich rechtfertigen, warum Hilfe gesucht wird. Die Beratung ist niedrigschwellig und anonym möglich.

    Fragen und Antworten für Angehörige

    Ich glaube, mein Kind kifft. Was kann ich tun?

    Gerne dürfen Sie sich auch als Angehörige*r an uns wenden. Wir beraten alle Angehörigen – Eltern, Partner*innen, Geschwister, Freund*innen. Unsere Beratungsgespräche unterliegen der strikten Schweigepflicht, Sie können sich auch anonym beraten lassen. Die Beratungsgespräche sind für Sie kostenlos.

    Eine mir nahestehende Person ist glücksspielsüchtig – was kann ich tun?

    Wichtig ist, dass Sie nicht die Schulden übernehmen oder versuchen, andere Konsequenzen des Spielverhaltens auszugleichen. Das ist nicht leicht, deshalb ist es wichtig, dass Sie sich auch für sich selbst Unterstützung holen. Wir bieten spezielle Beratungen für Angehörige an.

    Was mache ich, wenn mein Kind, meine Partnerin oder mein Partner zu viel am Handy ist?

    Sie dürfen sich auch hierzu als Angehörige*r an uns wenden. Wir beraten Eltern, Partner*innen, Geschwister, Freund*innen und andere Angehörige. Unsere Beratungsgespräche unterliegen der strikten Schweigepflicht, Sie können sich anonym beraten lassen. Es entstehen Ihnen keine Kosten, wir freuen uns jedoch über eine Spende, die unsere Arbeit unterstützt.

    Kann ich mich beraten lassen, auch wenn die betroffene Person nichts davon weiß?

    Ja. Eine Beratung für Sie als Angehörige*n ist unabhängig davon möglich, ob die betroffene Person davon weiß oder selbst schon Hilfe sucht.

  • Offen für alle Fragen des Familienalltags. Ohne Anmeldung, ohne Hürden.

    Erziehungsfragen, Streit zwischen Eltern und Kindern, eine Trennung oder einfach das Gefühl, mit dem Alltag allein zu sein: In den Familienzentren von Condrobs finden Eltern und Familien einen offenen Ort für Beratung, Austausch und Begegnung – mitten in der Nachbarschaft.

    Wie funktioniert das?

    Unsere Fachkräfte beraten Sie zu Erziehung und Entwicklung, zum familiären Zusammenleben, bei Konflikten zwischen Ihnen und Ihren Kindern sowie bei Trennung oder Scheidung.

    Möchten Sie nicht gleich ein festes Beratungsgespräch, kommen Sie einfach vorbei: In unseren offenen Themen-Cafés tauschen sich Eltern zu Erziehung und Alltag mit Kindern aus. Ohne Anmeldung, kostenfrei, während die Kinder nebenan spielen.

    Werde Pat*in – für Familien in München

    Mit einer Patenschaft unterstützt Du die Arbeit der Condrobs Familienzentren in ganz München.

    Dein Beitrag von nur 4 € im Monat (oder 48 € im Jahr) fließt zu 100 % in die direkte Arbeit vor Ort – in vier Stadtteilen, für alle Familien.

    Was Deine Patenschaft bewirkt

    Deine Unterstützung ermöglicht uns, das zu tun, was wir am besten können:

    • Kinder stark machen – Wir begleiten Kinder von Anfang an und fördern ihre gesunde Entwicklung.
    • Familien in schwierigen Situationen beraten – Ob Erziehungsfragen, Alltagsstress oder persönliche Krisen: Wir sind da.
    • Integration und Begegnung fördern – Wir arbeiten interkulturell und unterstützen Familien mit Migrationshintergrund dabei, in der Nachbarschaft anzukommen.
    • Gemeinschaft schaffen – Wir organisieren Gruppen, Treffen und Feste, die Menschen zusammenbringen.
    • Kindergeburtstag feiern – Als Pat*in kannst Du die Räume der Condrobs Familienzentren für Kindergeburtstage mieten. Eine tolle Möglichkeit, Dein Kind in einer liebevoll ausgestatteten Umgebung zu feiern – und gleichzeitig etwas Gutes zu tun.

    Vier Orte. Eine Patenschaft.

    Als Pat*in unterstützt Du gleichzeitig alle vier Condrobs Familienzentren in München. So erreichen wir zusammen Familien in verschiedenen Stadtteilen – mit einem einzigen Beitrag.

    Das steckt hinter Condrobs

    Die Familienzentren sind ein Angebot von Condrobs e. V., einem gemeinnützigen Verein, der in ganz Bayern soziale Hilfsangebote bereitstellt – für Kinder, Familien, Jugendliche, geflüchtete Menschen, Menschen mit Suchtproblemen und Menschen ohne Wohnung. Was wir erwirtschaften, kommt unseren Klient*innen zugute. Immer.

    So funktioniert die Patenschaft

    • Beitrag: 4 € pro Monat oder 48 € pro Jahr (oder mehr – ganz nach Deinen Möglichkeiten)
    • Zahlung: Per SEPA-Lastschrift
    • Kündigung: Jederzeit möglich mit 3 Monaten Frist zum 1. Januar oder 1. Juli
    • Deine Daten: Werden absolut vertraulich behandelt

    So kannst Du Pate*in werden

    → Option 1: PDF ausdrucken & unterschreiben
    Füll das Formular aus, unterschreibe es und schick es uns per E-Mail an familienzentrum-ludlstrasse@condrobs.de oder per Post an Condrobs Familienzentren, Ludlstraße 5, 80689 München.

    → Option 2: Online anmelden
    Trag Deine Daten ein – wir melden uns dann zeitnah bei Dir mit allen weiteren Schritten zum SEPA-Lastschriftmandat.


    Wilkommen im Zentrum: Ein Ort für Begegnungen, Gespräche und Austausch

    Ärger oder Langeweile zu Hause? Die Kinder brauchen einen Ort zum Spielen? Neu in der Nachbarschaft und ohne Unterstützung?

    Mit Schwung und positiver Energie schaffen wir gemeinsam mit den Besucher*innen und Ehrenamtlichen viel für Familien: tolle Angebote, Unterstützung und Zusammenhalt.

    Hilfe bei Erziehungsthemen, Begleitung im Alltag und einfach nur eine Anlaufstelle für Eltern und Kinder – das sind unsere Familienzentren, die allen Familien offenstehen.

  • Hilfe am Lebensmittelpunkt: für die ganze Familie

    Zu Hause läuft es gerade nicht rund. Vielleicht schon eine Weile. Sie müssen die Lösungen dafür nicht allein finden. Die Ambulante Erziehungshilfe (AEH) von Condrobs bietet schnelle, unkomplizierte Hilfe für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien, bei aktuellen Krisen genauso wie bei Konflikten, die schon lange andauern. Die Unterstützung findet dort statt, wo Ihre Familie lebt, und richtet sich nach dem, was in Ihrer konkreten Situation gebraucht wird.

    Wie funktioniert das?

    Unsere Mitarbeiter*innen arbeiten mit Ihnen, Ihrem Kind und Ihrer gesamten Familie zusammen. Grundlage unserer Arbeit ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Ihnen, Ihrer Familie und unseren Fachkräften.

    Über diese Beziehung lassen sich eingefahrene Muster verändern. Ihr Kind macht neue Erfahrungen, gewinnt Vertrauen, und gemeinsam handeln Sie und Ihre Familie aus, was sich verändern darf. Wir begleiten diesen Prozess so lange, wie Sie und Ihre Familie ihn brauchen.