Sucht ist nicht geschlechtsneutral. Biografische Erfahrungen, Rollenbilder, Gewalterfahrungen und psychische Belastungen können den Konsum und den Weg aus der Abhängigkeit entscheidend prägen.
Die Fortbildung zeigt, was gender- und traumasensible Suchtarbeit ausmacht. Im Fokus stehen frauenspezifische Suchtbiografien, Komorbiditäten und Traumafolgen sowie eine professionelle, sichere und ressourcenorientierte Beziehungsgestaltung. Anhand von Praxisbeispielen werden konkrete Interventionen und Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag entwickelt – von der Arbeit mit Scham und Schuld bis zur Balance zwischen Parteilichkeit und professioneller Abgrenzung.
Das lernen Sie:
– Besonderheiten weiblicher Suchtbiografien und den Zusammenhang von Sucht und Trauma verstehen
– Auswirkungen von sexualisierter und partnerschaftlicher Gewalt auf Konsum und Bewältigung einordnen
– Gendersensibel und traumainformiert beraten und behandeln
– Sicherheit und Transparenz im Beratungs- und Therapiesetting schaffen
– Angemessen mit Scham- und Schuldgefühlen umgehen
– Ressourcenorientierte Interventionen in der Praxis einsetzen
– Die therapeutische Beziehung als zentralen Wirkfaktor gezielt nutzen
– Handlungssicherheit im Umgang mit Frauen mit Substanzgebrauchsstörungen stärken
Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte
Referentin:
Sandra Schmid
Leitende Psychologin, Abteilung für frauenspezifische Therapie, Psychologische Psychotherapeutin
Stornofrist:
15.09.2027
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