Der Frühling ist eine Jahreszeit der Feste, besonders im April gab es einiges zu feiern. Die Puerto Therapeutische Wohngemeinschaft am Levkojenplatz (TWG) und die Puerto Vollbetreute Wohngemeinschaft (VBW) haben an einem Abend im Ramadan zusammen das Fastenbrechen gefeiert. Die Puerto Teilbetreute Wohngemeinschaft (TBW) hat sogar das Fastenbrechen, das jesidische Neujahrsfest und Ostern miteinander verbunden.

Ramadan

Im Ramadan, dem Fastenmonat des Islams, ist es Brauch, zu fasten und sich in Enthaltsamkeit zu üben. Für gläubige Muslime bedeutet dies, zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang weder zu essen noch zu trinken, sowie auf andere Genussmittel, wie zum Beispiel Zigaretten, zu verzichten. Hintergrund hierfür ist, einen Beitrag für mehr Barmherzigkeit zu leisten und die Gläubigen näher an Allah zu bringen. Bei Beginn der Dämmerung erfolgt jeden Tag ein gemeinsames Fastenbrechen im Kreis der Familie oder Freunde, das traditionell mit dem Essen einer Dattel beginnt.

Fastenbrechen

Da die Gemeinschaft einen wichtigen Bestandteil des Ramadans und des Fastenbrechens darstellt und die Bewohner der Wohngruppen nur in den seltensten Fällen Familienmitglieder in München und Umgebung haben, findet jedes Jahr ein gemeinsames Fastenbrechen mit allen Jugendlichen und allen Betreuer*innen in den Wohngruppen statt. Nach dem gemeinsamen Fastenbrechen verbringen alle viel Zeit miteinander, es wird viel geredet und gelacht. Das schweißt die Gruppen noch ein bisschen enger zusammen.

Eid Mubarak!  –  gesegnetes Fest!

Beim gemeinsamen Feiern ist es Brauch, dass viele leckere Spezialitäten angeboten werden. Alle Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen freuten sich über reichlich gedeckte Tische. In der TWG wurde eine bunte Grillplatte mit verschiedenen Fleischspießen, gegrillten Tomaten, Zwiebeln mit leckerem Brot gereicht.

In der VBW wurden gemeinsam landestypische Gerichte wie z.B. Samosas oder Byriani gekocht. Anschließend wurden die Köstlichkeiten in großer Runde verspeist. Zu Besuch in die VBW kamen auch ehemalige Klienten und genossen den gemeinsamen Abend. Alhamdulillah – Gott sei Dank!

Mehrere Feste vereint

In der TBW wurden Ende April gleich mehrere Feste zusammen gefeiert. Auch hier gehört das Fastenbrechen fest zur Tradition. Daneben spielte aber auch das jesidische Neujahrsfest am sogenannten Roten Mittwoch eine wichtige Rolle bei den Feierlichkeiten.

Die Jesiden erinnern dabei an die Erschaffung der Welt aus einem Pfauenei und färben zu diesem Fest die Eier bunt.

Schnell konnte ein Bogen zum Osterfest in Deutschland hergestellt werden. Die Jugendlichen informierten sich über Osterbräuche, färbten gemeinsam Eier und suchten im Garten der Einrichtung nach dem Osterhasen.

Am Abend wurde nach Sonnenuntergang gemeinsam das Fasten gebrochen und es wurde in der Gemeinschaft gegrillt und im Garten der Einrichtung gegessen.

Die Jugendlichen freuten sich sehr über das interkulturelle Fest, konnten Neues für sich lernen und gemeinsam einen schönen Nachmittag und Abend verbringen.

 

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