Florian: Meine Geschichte

12. November 2018

Mein Name ist Florian, ich bin 26 Jahre alt und konsumiere seit meinem 17. Lebensjahr illegale Drogen.

Nach meiner Inhaftierung im Oktober 2017 bewarb ich mich um einen Platz beim Betreuten Wohnen von Condrobs e.V. Bereits in dieser Phase erhielt ich Unterstützung bei Antragsstellungen sowie bei den wichtigsten Ämtergängen.

Zu Beginn der Betreuung wohnte ich in einer Obdachlosenpension in der Joseph-Wild-Straße. Zu sehen, dass es Lösungen für meine Probleme gibt und jemand da ist, der mich unterstützt, hat mir in dieser schwierigen Phase meines Lebens sehr geholfen.

Gemeinsam mit meiner Bezugsbetreuerin lernte ich meine Ziele zu formulieren. Mir wurden Wege gezeigt, wie ich diese im Alltag verfolgen und umsetzten kann. Außerdem lernte ich meine Sucht und ihre Auswirkungen auf mich und meinen Körper besser kennen, sie zu verstehen und damit umzugehen.

Ämterangelegenheiten und Antragstellungen, welche mir bis dato Angst bereiteten und Panik auslösten, lernte ich schnell und unkompliziert zu erledigen, anstatt sie wie bisher zu ignorieren und die anfallenden Strafen in Kauf zu nehmen. Die ersten Schritte wurden mir, durch die persönliche Begleitung meiner Betreuerin z. B. zu den Jobcenter Terminen, erleichtert. Diese belastenden und neuen Herausforderungen nicht alleine durchstehen zu müssen half mir sehr.

Mein neues Zuhause

Im Mai 2018 erhielt ich dann die Möglichkeit in eine Wohnung des Betreuten Wohnens einzuziehen. Nach über einem halben Jahr in einer Obdachlosenpension, auf 10 qm mit einem psychisch krankem Mitbewohner, konnte ich nun anfangen mich körperlich und psychisch zu erholen.

Meine Wohnung wurde mit Hilfe des easyContact BEWs zu meinem persönlichen Rückzugsort und ich hatte nun endlich einen Raum, um zur Ruhe zu kommen und mich zu Hause zu fühlen. Durch die regelmäßige Unterstützung konnte ich meine Haushaltsführung und die Organisation meines eigenständigen Lebens üben und in meinen Alltag aufnehmen.

Nicht nur die Wohnsituation half mir mich zu stabilisieren und wieder ins Leben zu finden, sondern auch die verschiedenen Gruppenangebote des easyContact BEWs. Aufgrund meines Konsums und der Haftstrafe begann ich mich zu isolieren. Das wöchentliche gemeinsame Frühstück und die diversen Freizeitangebote halfen mir, wieder unter Leute zu kommen und etwas zu unternehmen.

Meine neue Tagesstruktur

Auch beruflich boten sich für mich neue Perspektiven. Im November 2018 konnte ich eine MAE Stelle beim Spendenladen von Condrobs e.V. anfangen. Dieser Wiedereinstieg ins Berufsleben half mir dabei, wieder einen geordneten Tagesablauf zu erlernen und Verantwortung zu übernehmen.

Auch als es darum ging, meine Bewerbungsunterlagen für meine Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zu aktualisieren war meine Betreuerin eine zuverlässliche Ansprechpartnerin. Ich bekam Hilfestellung, von der Stellensuche bis hin zu der Vorbereitung meines Vorstellungsgesprächs. Somit konnte ich im Juni dieses Jahres meinen lang ersehnten Ausbildungsvertrag unterschreiben und beginne im September eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau.

„Über easyContact Betreutes Wohnen lässt sich sagen, dass man sich gut aufgehoben fühlt und man immer eine/n Ansprechpartner*in hat, der dich positiv bestärkt. Es wird einem gezeigt, wie man sein Leben in den Griff bekommen kann. Dabei wird einem genug Spielraum und Zeit gelassen um sich langsam drauf einzustellen und seinen eigenen Weg zu finden.“

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