„Streetwork im Netz“ geht mit der digitalen Zeit

23. November 2022

Seit 2018 ist ConAction mit dem Projekt „Streetwork im Netz“ nicht mehr ausschließlich analog auf der Straße unterwegs, sondern auch online in der digitalen Welt. Diese Möglichkeit hat ConAction durch eine Stiftung die das Projekt derzeit finanziert. Neben einem eigenen geschützten Live Chat ist ConAction auch in anderen verschiedensten Chats und Foren unterwegs. Eine dieser Chat-Plattformen ist Discord. Dort betreibt das ConAction aktuell sehr gute Vernetzungsarbeit mit den Betreiber*innen. ConAction hat dort auf mehreren Servern Rollenzuteilungen erhalten, welche als separate Räume öffentlich für jede Person zugänglich sind. Somit können die User*innen[1] ConAction sowohl im öffentlichen Raum als auch per Privatnachricht kontaktieren. Das Interesse an dem online Angebot ist besonders bei Discord immens hoch.

 

Am Puls der digitalen Zeit

Ebenso gute Reaktionen erhält ConAction aus dem Forum Reddit. Dort ist ConAction verschiedenen, sogenannten Subreddits beigetreten. Diese werden erstellt, um in kleineren Communitys über spezifische Themen zu diskutieren und nachzufragen. Auch dort hält ConAction immer Ausschau nach User*innen, die Fragen haben oder durch verschiedensten Kummer nicht mehr weiterwissen. Auch in einem so großen Forum, darf die Vernetzungsarbeit nicht untergehen. Deswegen steht ConAction auch hier stehts in Kontakt mit den Betreiber*innen.

Seit neustem ist ConAction im Rahmen des Projekts auch auf TikTok und Jodel unterwegs. Beide Plattformen gewinnen für die heutige Jugend immer mehr an Relevanz. Dadurch haben sich für zwei neue Türen geöffnet, um den Zugang zu ConAction und deren Beratungsangebot für die jungen Menschen zu erleichtern.

 

Wichtigkeit zeigt sich deutlich

ConAction ist im Rahmen des Projektes Montag bis Freitag zu verschiedensten Zeiten online. Die Zeiten dafür werden täglich auf dem eigenen Instagram Account angekündigt. Weitere Aktivitäten auf Instagram sind unter anderem auch regelmäßige Themenwochen. Aktuell wird das Thema Awareness und Selbstfürsorge aufbereitet und gegen Ende November diesen Jahres auf dem eigenen Instagram Account veröffentlicht. Zudem erscheinen regelmäßig Dokumentationen verschiedenster Eindrücke aus der analogen Streetwork und die Darbietung verschiedenster Informationen und Anlaufstellen auf Instagram. Zusätzlich können auch die Follower*innen[2] durch unterschiedliche Quizzarten mitbestimmen, über welche Themen sie gerne mehr wissen wollen. Durch die regelmäßige Pflege des Accounts hat sich die Anzahl der Follower*innen seit 2021 bis heute verdoppelt.

Die aktuellen Zahlen der Begleitforschung, die das Projekt begleitet, spiegeln die Wichtigkeit dieses Angebotes wider.

 

Auf Augenhöhe mit den Jugendlichen

Natürlich darf man nicht vergessen, dass aufgrund des fast ausschließlichen schriftlichen Kontakts die gegenseitige Gestik und Mimik fehlt, was die gegenseitige Gefühlseinschätzung erschweren kann. Umso größer sind jedoch die Chancen, die „Streetwork im Netz“ eröffnen kann. Aufgrund des neuen Zugangs zur Lebenswelt der jungen Menschen, kann besonders Klientel mit sozialen Ängsten erreicht werden. Durch die digitale Welt ist es nicht mehr nötig ein persönliches Telefonat oder ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht zu führen. User*innen erhalten durch das Internet eine höhere Anonymität, was nachweislich zu einer stärkeren Offenheit und niedrigeren Hemmschwelle führt, persönliche Probleme und Anliegen mitzuteilen.

All diese Aspekte zeigen die immens wichtige Bedeutung dieses Projekts in unserer heutigen digitalen Zeit. „Streetwork im Netz“ geht mit der Zeit, verfolgt die neusten Trends und Plattformen und versucht so, den Jugendlichen und jungen Menschen stets auf Augenhöhe zu begegnen.

 

[1] Menschen, die verschiedene Plattformen im Internet nutzen.

[2] Menschen, die einem Instagram Account folgen.

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