„Komm schnell, Aylin! Da liegt ein Ei!“ ruft Jonas begeistert, als er nach der Kita ins Mutter-Kind-Haus zurückkommt. Vorsichtig öffnet er mit seiner Freundin den Stall und hebt das noch warme Ei hoch. Stolz trägt er es in die Küche, wo schon entschieden wird: Wird es heute Rührei geben oder backen wir lieber einen Kuchen?
Zwei Wochen lang durften die Kinder und Mütter im Mutter-Kind-Haus drei Hühner bei sich aufnehmen – und haben dabei viel gelernt, erlebt und gelacht.
Lernen durch Erleben
Schon am Morgen begann für die Kinder eine wichtige Aufgabe: die Hühner aus dem Stall lassen, füttern, frisches Wasser hinstellen. Manchmal fiel danach der Abschied in die Kita richtig schwer, schließlich wollte man lieber bei den Tieren bleiben. Während die Kinder lernten, Verantwortung zu übernehmen, kümmerten sich die Mütter und Mitarbeitenden im Laufe des Vormittags um das Gehege und den Stall.
Freude über frische Eier
Nach der Kita wartete ein besonderes Highlight: das Einsammeln der frisch gelegten Eier. Gemeinsam wurde daraus gebacken und gekocht: Rührrei, Kuchen oder Pfannkuchen. Und alle waren sich einig, selbstgelegte Eier schmecken einfach besser als die aus dem Supermarkt.
Kleine Ausbruchs-Experten
Ganz spielerisch lernten die Kinder, was Hühner fressen, von Gemüseresten bis zu Nudeln, die sonst in der Biotonne gelandet wären. Sie erfuhren, wie man Hühner vorsichtig anfasst und pflegt. Und sie staunten darüber, wie erfinderisch die Tiere sind, wenn ihnen das Gehege nicht gefällt. Nach einigen Ausbruchsaktionen zogen die Hühner kurzerhand in einen grüneren Gartenteil mit Sand zum Scharren um.
Begeisterung bei Groß und Klein
Auch die Mütter machten voller Freude mit: Sie gaben den Hühnern Namen, bastelten ein buntes Plakat für das Gehege und teilten die Begeisterung ihrer Kinder. Als der „Hühnerurlaub“ endete, waren alle natürlich sehr traurig. Doch die gemeinsamen, wertvollen Erfahrungen bleiben: Nähe zur Natur, Verantwortungsgefühl, Freude am Miteinander.













