Condrobs unterstützt die Forderungen der jungen Menschen in Erziehungshilfen

3. Juli 2021
Mitte Februar 2021, vom 19.02. bis 21.02., fand das zweite Bundesnetzwerktreffen der bestehenden landesweiten Interessenvertretungen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe statt. In mehreren Workshops erarbeiteten die Teilnehmer – gewählte Vertreter*innen des Landesheimrats Hessen, des Landesheimrats Bayern, von Jugend vertritt Jugend NRW, des Landesjugendhilferats Rheinland-Pfalz und des Kinder- und Jugendhilfe Landesrats Brandenburg – sechs gemeinsame Forderungen der Interessenvertretungen.
Diese lauten wie folgt:
  • Die vollständige Abschaffung der Kostenheranziehung!
  • Eine dynamische Anpassung der Kostensätze!
  • Digitale Teilhabe!
  • Die individuelle Unterstützung von Careleavern!
  • Angebote der sexuellen Bildung!
  • Die Förderung von Partizipation!

Das gesamte Forderungspapier mit näheren Ausführungen zu den einzelnen Punkten finden Sie hier.

Condrobs freut sich über das von den gewählten Vertreter*innen erarbeitete Forderungspapier und unterstützt die Anliegen.
Die Krise hat schonungslos offengelegt, dass es eklatante Ungerechtigkeiten gibt, was die Lern- und Erziehungsvoraussetzungen in Familien anbelangt. Ausschlaggebend dafür sind in den allermeisten Fällen der unterschiedliche Bildungshintergrund sowie der jeweilige sozioökonomische Status der Eltern.
Condrobs hat gerade in der Pandemie die Jugendämter aufgefordert, gleiche Bedingungen für die Jugendlichen in Jugendhilfeeinrichtungen zu ermöglichen und zu finanzieren. Über Spender*innen und Stiftungen haben wir mit viel Einsatz von Ehrenamtlichen einige Notebooks verteilt und das WLAN aufgerüstet, obwohl es aktuell keine Finanzierung dafür gibt.
Wir hegen die Hoffnung, dass das Forderungspapier politisches Gehör findet und die dringend notwendigen Schritte schnellstmöglich eingeleitet werden.

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