München, 8. März 2019 Zum Weltfrauentag geben wir heute den Frauen eine Stimme, die sich kein „Pink Marketing“ oder „Girl Power“ leisten können: Unsere Klientinnen aus den Prima Donna-Angeboten.

Sie sind allein und hatten in ihrem Leben bisher nie eine Frauen-Lobby, die sie stützt und bestärkt, an sich zu glauben.

Aber sie sind starke Frauen, die es trotz schwieriger Bedingungen geschafft haben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und Schritt für Schritt positive Veränderungen herbei zu führen.

Was bedeutet Feminismus für sie? Stellvertretend für viele starke Prima Donna-Frauen fasst die 41-jährige Ada* ihre Vorstellung von Feminismus beeindruckend in Worte:

„Für mich ist jede Frau dieser Welt eine Feministin! Frauen sind wie Pferde, die gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Sie könnten einfach loslaufen, und niemand könnte sie aufhalten. Sie wissen es nicht, weil sie gezähmt sind und vergessen haben, wie es sich anfühlt, frei zu sein, oder weil sie es noch nie in ihrem Leben erfahren haben. Viele Frauen werden klein und "dumm" gehalten, vor allem in anderen Kulturen. Sie bleiben, nicht weil sie zu schwach sind, sondern aus Unwissenheit. Weil niemand ihnen die Freiheit zeigt. Ich selbst bin in einer Prima Donna-Fraueneinrichtung, denn die Ursache, warum ich meinen Schmerz mit Drogen betäubt habe, hängt mit Dingen zusammen, die Männer getan haben. Bei Prima Donna arbeiten starke, autonome Frauen, die verstehen, worum es in der Suchtarbeit für Frauen geht. Sie sind Vorbilder für mich. Starke Vorbilder und starke Unterstützung brauche ich, um einen anderen Weg zu gehen als den der Sucht. Um von den Mitarbeiterinnen und Klientinnen hier zu lernen, und um mich sicher und frei zu fühlen."

*Name geändert