easyContact BEW setzt sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen*

15. Dezember 2025

„Viele Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind.“ Dieser oft zitierte Ausspruch der feministischen Soziologin Diana Russell macht deutlich, dass es bei diesen Taten nicht um Einzelfälle geht. Der Begriff Femizid beschreibt Gewalt an Frauen* präziser als „Frauen*mord“, weil er die geschlechtsspezifischen, patriarchalen und misogynen Motive hinter diesen Verbrechen sichtbar macht. Er lenkt den Blick auf strukturelle Ursachen und gesellschaftliche Verantwortung.

Ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen*

Am 25. November, demInternationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen*, setzte das easyContact BEW mit einer symbolischen Aktion ein klares Zeichen gegen Gewalt und Femizid. In den Fenstern der Büroräume in der Emanuelstraße 16 hingen rote Schuhe – ein international bekanntes Symbol im Kampf gegen Gewalt an Frauen*.

Die Bedeutung der roten Schuhe

Die roten Schuhe stehen für Frauen*, die Gewalt, Missbrauch oder Femizid erfahren haben und für jene, die diese Gewalt nicht überlebt haben. Die Aktion geht auf die mexikanische Künstlerin Elina Chauvet zurück, die mit ihrer Installation „Zapatos Rojos“ weltweit auf die hohe Zahl von Femiziden aufmerksam machte. Jedes Paar Schuhe erinnert daran, dass Gewalt gegen Frauen* kein privates Problem ist, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.

Gewalt gegen Frauen*: Zahlen, die zum Handeln auffordern

Im Jahr 2024 wurden weltweit rund 83.000 Frauen* und Mädchen* getötet, etwa 50.000 von ihnen durch Gewalt im nahen sozialen Umfeld. Für viele Betroffene ist das eigene Zuhause damit kein sicherer Ort.

Auch in Deutschland zeigt sich die Dringlichkeit deutlich: 2024 wurden rund 171.000 Fälle von Partnerschaftsgewalt registriert. Zusätzlich wurden mehr als 53.000 sexuelle Übergriffe gemeldet, was einem Anstieg von knapp 2 % entspricht. Rund 80 % der Betroffenen häuslicher Gewalt sind Frauen*, was die geschlechtsspezifische Dimension des Problems unterstreicht.

Unterstützung für Frauen* in belastenden Lebenslagen

Condrobs setzt sich täglich für Menschen in sozialen Notlagen ein, darunter auch für Frauen*, die von häuslicher Gewalt, sozialer Isolation oder Diskriminierung betroffen sind. Unsere Angebote zielen darauf ab, Schutz zu bieten, zu stabilisieren und neue Perspektiven zu eröffnen.

Gemeinsam Haltung zeigen

Am 25. November gestalteten die Mitarbeitenden von easyContact BEW den Tag besonders bewusst, indem sie nach der symbolischen Aktion in den Büroräumen zur Kundgebung am Marienplatz in München gingen. Viele Menschen zeigten dort ihre Solidarität mit betroffenen Frauen* und setzten gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt.

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen* erinnert daran, wie wichtig eine Kultur des Respekts, der Gleichberechtigung und der Gewaltfreiheit ist. Bei Condrobs verstehen wir es als unsere Verantwortung, hinzuschauen, zu unterstützen und uns klar zu positionieren: für den Schutz von Frauen* und Mädchen* und für eine Gesellschaft, in der jedes Leben zählt.

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