Eröffnungsfeier der Familien- und Beratungszentren Ludlstraße und Hochäckerstraße

6. Juli 2023

Condrobs feiert die Eröffnung der Familien- und Beratungszentren Hochäckerstraße in Perlach und der Ludlstraße in Hadern. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, dem Stadtjugendamt und Sozialbürgerhäusern, sowie Kooperationspartner*innen und weiteren Interessierten wurde die Feier für den fachlichen und informellen Austausch rege genutzt. Condrobs gab Einblick in die Arbeit seiner vier sozialräumlich orientierten Familienzentren. Neben den genannten sind das das Internationale Familienforum in Sendling und das Familienzentrum Ramersdorf an der Stadtteilgrenze Ramersdorf und Berg-am-Laim.

Sozialer Zusammenhalt

Als erste Grußwort-Redner*in betonte Clara Nitsche, Stadträtin der Landeshauptstadt München und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen – Rosa Liste: „Familienzentren stärken den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt. Sie sind ein wahnsinnig wichtiger Baustein in unserer sozialen Landschaft und nicht mehr wegzudenken. Für viele Familien ist es wertvoll, eine Einrichtung zu haben, wo sie einfach hinkommen können.“

Vorbildhafte Wohlfühlorte

Dies wurde durch Ronald Wirth, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familien beim Stadtjugendamt München, bestätigt. Er betonte die Bedeutung der Familienzentren und sagte: „Familienzentren sind ein echter Wohlfühlort!“ Dass diese etablierter Bestandteil der sozialen Landschaft in München sind, sei vorbildhaft für ganz Deutschland, so Wirth. Einen großen Anteil daran tragen die Condrobs Familienzentren, die Familien mit niedrigschwelligen Angeboten, engagierten Mitarbeitenden und wohnortnahen, modernen Einrichtungen ansprechen und zum Verweilen einladen.

Condrobs-Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzenden Alexander Eberth würdigte in seinem Grußwort das Engagement aller Beteiligten und erklärte: „Die Eröffnung der Familienzentren Hochäckerstraße und Ludlstraße ist ein weiterer Meilenstein für unseren Verein. Wir sind stolz darauf, diesen Raum für Familien schaffen zu können.“

Selbstwirksam und selbstbewusst

Der fachliche Teil der Feier setzte sich mit dem Thema der Resilienzförderung in der Arbeit in den Familienzentren auseinander.  Ein Vortrag zum Thema „Resilienz von Anfang an: Wie wir Kinder stark aufstellen“ führte in das  Thema ein. Die Referentin Nina Lizon führte aus: „In meiner Arbeit mit Erwachsenen erlebe ich immer wieder, dass es Menschen gibt, die kraftvoll, selbstwirksam und selbstbewusst mit Krisen umgehen und gleichzeitig eine tiefe Verbundenheit mit sich und ihrer Umgebung haben. Wenn wir am Scheideweg zwischen Mut und Angst stehen, ist das Entscheidende, wie wir mit dieser Angst umgehen.“

Resilienz sei dabei, ein wichtiges Tool, um mit Krisen umzugehen. Diese sei keine angeborene Eigenschaft, sondern wird durch eine unterstützende Umgebung und liebevolle Beziehungen entwickelt.

Vermittlung sozialer Kompetenzen

Ergänzt wurde der Vortrag um die Ausführungen der Einrichtungsleitung Julia Sicheneder, die die konkrete Umsetzung in der Arbeit vor Ort vorstellte. Sie erläuterte: „Unsere Familienzentren bieten den Familien Unterstützung in verschiedenen Bereichen an, sei es durch Beratung, Bildungsangebote oder die Vermittlung von Netzwerken. Wir setzen auf einen ganzheitlichen Ansatz, um die Resilienz der Familien zu fördern.“

Viele der niederschwelligen Angebote des Familienzentrums werden von Ehrenamtlichen umgesetzt. Sie bilden eine wichtige Brücke im Zugang, aber auch in der Vermittlung von weiteren Angeboten und Hilfen. Die Familien haben mit ihren Kindern in den vier Familienzentren einen Ort, wo sie Raum und Anregungen finden, willkommen sind und mit anderen Familien und Kindern in Kontakt und ins Gespräch zu kommen.

Expedition in den Dschungel

Der Vertreter der integrierten Erziehungsberatungsstelle schilderte sehr bildhaft, wie Beratungsprozesse sich mitunter gestalten: „Die Suche nach den wertvollen und leider oft auch versteckten Stärken, die die Resilienz der Familien und Kinder ausmachen, ist ein bisschen wie eine Expedition in einen Dschungel. Es ist aufregend, aber auch respekteinflößend und scheinbar undurchdringlich. Blatt für Blatt wird alles Störende entfernt, um dann die wertvollen, häufig ungepflegten Pflänzchen zu entdecken, die dann aufgepäppelt werden.“

Ausklang bei regem Austausch

Bei Snacks, Kuchen und Kaffee fand im Anschluss unter den Anwesenden ein reger Austausch statt und die Gäste besichtigten interessiert die Räume des Familien- und Beratungszentrums Ludlstraße. Condrobs bedankt sich herzlich für die wertschätzenden Grußworte, sowie beim Stadtjugendamt München für die Etablierung und Förderung der Familien- und Beratungszentren mit flankierender Förderung durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales.

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Titelfoto: Eingang des Familien- und Beratungszentrums Ludlstraße
Foto 1: Clara Nitsche
Foto 2: Ronald Wirth
Foto 3: Alexander Eberth
Foto 4: Nina Lizon
Foto 5: Julia Sicheneder
Foto 6 von links: Monika Baars (Stellvertretende Abteilungsleitung Prävention & ambulante Angebote für Jugend und Familie), Patrick Hey (Abteilungsleitung Prävention & ambulante Angebote für Jugend und Familie), Julia Sicheneder (Einrichtungsleitung Familienzentren), Magdalena Lifka (Stellvertretende Einrichtungsleitung Familienzentren)
Foto 7: Birgit Treml (Bereichsleitung Hilfen für junge Menschen, Familien und Berufsintegration München)
Foto 8: Eine gut besuchte Veranstaltung
Foto 9: Monika Baars
Foto 10:Robert Posselt (Teamleitung der Städtischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche Giesing/Harlaching)
Foto 11: Bild aus dem Familienzentrum

 

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